Informationen über das Projekt

Im März 2002 übernahm das Mittelpommersche Museum in Slupsk zur Dauernutzung ein Grundstück mit dem alten Bauernhof Nr. 8 in Swołowo/Schwolow (eingetragen in das Register der pommerschen Baudenkmäler am 21.7.1998 unter der Nummer A-1931/367/1-4). Ein Jahr zuvor wurde die konservatorische Dokumentation seiner Objekte angefertigt.

Die Mitarbeiter des Museums in Słupsk sahen sich vor die große Herausforderung gestellt, die im schlechten baulichen Zustand befindlichen Gebäude zu rekonstruieren. In der ethnographischen Abteilung des Mittelpommerschen Museums entstand ein Konzept, das Gehöft eines reichen pommerschen Bauern vom Anfang des 20. Jh. wiederherzustellen und in den alten Gebäuden ein Zentrum zur Förderung der Kultur des pommerschen „Karierten Landes“ zu bilden. 2003 wurde ein bautechnisches Projekt zur Renovierung und neuer Nutzungsweise der alten Bauernhofgebäude (A. Łopaciuk, M. Mazur) erarbeitet, ein positives Gutachten der Denkmalschutzbehörde zum Umbau und zur Umnutzung dieser Objekte konnte auch erworben werden.

Um Mittel für die Renovierung des alten Gehöfts in Swołowo zu beschaffen, wurde von der Ethnographischen Abteilung des Mittelpommerschen Museums das Projekt: „Stärkung des touristischen Potentials des Karierten Landes - die Rekonstruierung des Albrecht-Hofes in Swołowo“ erstellt. Die Mittel hoffte man aus den EU-Fonds im Rahmen des Integrierten Programms zur Regionalentwicklung zu erhalten: Aktivität 1.4. - Entwicklung von Kultur und Tourismus.

Das Projekt wurde am 31.05.2005 in der Abteilung für Regionalprogramme des Marschallamtes in Gdansk eingereicht (eingetragen unter der Nummer z/I/1.4/530/05). Finanzielle Eigenmittel bilden Mittel des Marschallamtes in Gdańsk (19,11%) sowie die vom Ministers für Kultur und Nationalerbe zugesagten Fördermittel (8,10 %).

Am 28.20.2005 fasste der Vorstand der Woiwodschaft Pommern den Beschluss Nr. 930/239/05, nach dem dem vom Mittelpommerschen Museum in Słupsk vorgelegten Projekt der erste Platz unter den förderungsberechtigten im Rahmen des Integrierten Programms zur Regionalentwicklung für die Woiwodschaft Pommern in den Jahren 2004-2006 in Aktivität 1.4. - Entwicklung von Kultur und Tourismus, Priorität I des Integrierten Programms zur Regionalentwicklung zuerkannt wurde.

Am 14.12.2005 wurde zwischen dem pommerschen Woiwoden und dem Mittelpommerschen Museum in Słupsk der Vertrag über Finanzierung der Rekonstruierung des alten Albrecht-Hofes Nr. 8 in Swołowo aus Mitteln der Europäischen Union (Integriertes Programm zur Regionalentwicklung) unterschrieben. Damit sind langjährige Bemühungen der Museumsmitarbeiter um finanzielle Mittel für seine Sanierung zum erfolgreichen Abschluss gekommen.

Anfang 2006 wurde ein Aufsichtskomitee des Projektes „Stärkung des touristischen Potentials des Karierten Landes - die Rekonstruierung des Albrecht-Hofes in Swołowo“ berufen. Es begann eine langwierige Arbeitsphase, die Mitte 2008 mit der Eröffnung des Albrecht-Museumshofes für Besucher enden wird.

Unten präsentieren wir Informationen über das Projekt der Rekonstruierung der alten Objekte im Albrecht-Hof Nr. 8 in Swołowo:

Das Ziel des Projekts ist es, in dem sanierten, im 19. Jh. entstandenen Bauernhof Nr. 8 in Swołowo ein Zentrum zur Förderung pommerscher Kultur zu schaffen und somit das touristische Potential des „Karierten Landes“ zu stärken.

Durch die Umsetzung des Projekts entsteht in diesem für pommersche Architektur typischen Vierkanthof ein aktiv funktionierendes Kulturzentrum. In den einzelnen Gebäuden werden untergebracht:

 

Bauernhaus - eine Ausstellung zum Leben eines reichen pommerschen Bauern vom Anfang des 20 Jh., 2 traditionell eingerichtete Gästezimmer (die in die Atmosphäre des Lebens auf dem Lande versetzen), im ersten Stock: Kino- und Konferenzraum für 30 Personen (für periodische Veranstaltungen, darunter Vorführungen von stummen Archivfilmen, alten Filmchroniken, ethnographischen Filmen, Pleinair-Ausstellungen für Fotografen und Maler, Schulungen zur Regionalbildung, wissenschaftliche Tagungen u.a.); zwei traditionell eingerichtete Gästezimmer für Referenten und Ethnographen; im Dachgeschoss: ein Wirtschaftsraum und Lagerraum für ethnographische Sammlungen.

 

Stall - eine Ausstellung zur Viehzucht (darunter ein Gehege für Hühner und Schweine). Die Besucher des Hofes werden an der alltäglichen Viehversorgung teilnehmen können. Hier werden sich auch Sanitäranlagen für Besucher, ein Verkaufspunkt für Handgearbeitetes und der Besucher-Service mit Kassen (darunter auch ein Internet-Shop) befinden. Im Obergeschoss entstehen ein Ausstellungsraum und Werkstätten, in denen das Kennenlernen und Erlernen des für den im Bauernhof präsentierten Zeitraum charakteristischen Volkshandwerks möglich sein werden. Sie werden zum Zweck der gemeinsamen Promotion örtlichen Handwerkern kostenlos zur Verfügung gestellt, z. B. Webstühle, mit denen angelernte Weber ihre Arbeiten im Beisein der Besucher ausführen werden, ähnlich wie Töpfer oder Korbflechter.

 

Scheune - eine Ausstellung von Maschinen, Acker- und Wirtschaftsgeräten.

 

Torhaus - Verwaltungs-, Sozial- und Lagerräume (für Sammlungen, die in wechselnden Ausstellungen präsentiert werden).

 

Wirtshaus - im Keller: Küchenbetriebsräume, im Erdgeschoss: Küche und Speisesaal. Hier werden u.a. Veranstaltungen stattfinden, die an Folklore, Familien- und Jahresbrauchtum anknüpfen. Es werden für die alte Regionalküche charakteristische Gerichte serviert.

 

Garten - 2 alte Bäume (mit Naturdenkmalcharakter), überdachte Bühne für Auftritte von Folkloregruppen aus verschiedenen Teilen Europas im Rahmen der alljährigen Musikbegegnungen, Kleinarchitektur, Leinwand für das Sommerprojekt: “Filme im Bauernhof” - mit alten und zeitgenössischen Filmen über Pommern. Hier werden auch traditionelle Objekte wie Bienenstöcke oder frei stehender Backofen rekonstruiert.

 

Kesselhaus - im alten Schuppen.

Insgesamt werden 6 Gebäude von 2089,25 m² Fläche saniert und mit einem integrierten Brand- und Diebstahlschutzsystem ausgerüstet. Die Fläche der 6 Gebäude samt unbebautem Platz, die für kulturelle Zwecke bestimmt ist, wird 3110,00 m² betragen. Hier werden 4 Übernachtungsplätze von hohem, unkonventionellem Standard eingerichtet, der örtlichen Gemeinschaft werden darüber hinaus handwerkliche Werkstätten zur Verfügung gestellt.

Das Projekt will ein altes Gehöft retten, das den ins „Karierte Land“ kommenden Touristen durch die Erweiterung des kulturell-touristischen Angebots (Durchführung von attraktiven periodischen Veranstaltungen) dienen wird. Das Projekt wird auch dadurch 9 neue Arbeitsplätze für die örtliche Bevölkerung schaffen, die Einwohner zur Erweiterung des agrotouristischen Angebots animieren und zur Erhaltung des Dorfkulturerbes von europäischer Bedeutung beitragen.

Welche technischen Lösungen gewählt werden (Baumaterialien, Installations-Systeme, Dachdeckung o. ä.), hängt von denkmalpflegerischen Kriterien ab (während der Entwurfsphase wurde es konsultiert und die Renovierungs- und Umbauarbeiten von der Denkmalschutzbehörde bewilligt). Die Art und Weise, wie der Bauernhof genutzt und belebt wird, entspricht museumstechnischen Erfordernissen und regionalem Bedarf in Bezug auf das touristische und kulturelle Angebot.

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